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Ina Rank

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arednsrum
– Initiative für Meinungsvielfalt


Während unserer Studienzeit wurden wir immer wieder mit Tabus, Grenzen und deren Überschreitung konfrontiert. Daher wählten wir diese Thematik für unsere Diplomarbeit. Da wir der Meinung sind, dass Tanz und Musik geeignete Medien sind um kritische Botschaften transportieren zu können, fließen diese beiden Kunstformen mit in unsere Umsetzung ein.

Um ein umfangreiches Projekt initiieren zu können, entschieden wir uns gemeinsam an diese Arbeit heranzugehen. In der Anfangsphase stellten wir jedoch schnell fest, dass es in der heutigen Zeit kaum noch allgemeingültige Tabus gibt, jeder Mensch jedoch zu unterschiedlichen Themen festgefahrene Meinungen hat. Um die Leute zum Umdenken zu bewegen und die eigenen, festgefahrenen Ansichten zu überdenken, entschlossen wir uns, von dem Begriff »Tabu« abzusehen und uns auf das Thema »andersrum« zu konzentrieren. Unsere Diplomarbeit beschäftigt sich daher nun mit dem Thema »andersrum – Initiative für Meinungsvielfalt«.

Initiative andresrum setzt sich mit den verschiedenen Meinungen der Menschen auseinander, um die Menschen von festgefahrenen Ansichten zu befreien. Mit außergewöhnlichen Projekten möchten wir verdeutlichen, dass auch in der heutigen, fortschrittlichen Zeit nach wie vor festgefahrene
Sichtweisen in den Köpfen der Menschen verankert sind. Es gibt Themen, über die man weniger spricht oder in einigen Gesellschaftsschichten auch gar nicht thematisiert. Gerade in unterschiedlichen Generationen herrschen unterschiedliche Ansichten. Man kann allerdings in keiner Altersschicht pauschalisieren. Jeder Mensch ist, denkt und handelt anders, ist ein Individuum und definiert daher für sich auch eigene Meinungen zu bestimmten Themen.

Die Auftaktveranstaltung von Initiative anredsrum ist ein interaktiver Abend mit einer Tanzperformance. Über eine Beamerprojektion werden Fragen und Denkanstöße auf eine Leinwand projiziert. Durch E-Mail, Sms oder über einen Flyer können die Gäste ihre Meinung kommunizieren, die dann in die Projektion eingesetzt wird. Es entsteht eine Interaktion und Diskussion im ganzen Raum. Als Höhepunkt improvisieren Tänzer zu Stücken von Herman van Veen »Anders Anders«, The Gossip »Heavy Cross«, Moby »Slow Light« und Charles Wright & The Watts 103rd Street Rhythm Band »Express Yourself«.
Eine Beamerprojektion, zusammengestellt aus Bildern zu bestimmten kritischen Themen, Videoausschnitten und Worteinblendungen, begleitet die Tänzer.

Mit einem Flashmob, beschrifteten Löffeln, Plakaten, Flyern und Visitenkarten wird auf die Initiative andersrum aufmerksam gemacht. Die Performance ist dabei nur der Auftakt des Projektes. In Zusammenarbeit mit bekannten Ensembles, Institutionen, Theatern, aber auch jungen und neuen Künstlern werden weitere Aktionen stattfinden. Dabei ist alles möglich, was anders ist. Unter dem Thema »ardnesrum« wird z.B. ein Festival geplant, wo ein Mann ohne Beine tanzt, nackte Frauen zum Ausstellungsstück werden und ein Straßenmaler die Gäste mit in seine künstlerischen Illusionen einbezieht.

Maike Ahrens und Ina Rank

Unsere Diplomarbeit entstand im Wintersemester 2009/2010 an der HochschuleDarmstadt – Fachbereich Gestaltung – im Studiengang Kommunikationsdesign unter der Leitung von Prof. Christian K. Pfestorf.


Andersrum

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